Verhütung während der Stillzeit?

Es gibt ein paar Verhütungsmethoden, die während der Stillzeit unbedenklich angewandt werden können.

Möglich sind alle nichthormonellen Methoden, beispielsweise die so genannten Barrieremethoden wie Kondom oder Diaphragma. Wegen der umständlichen Handhabung und der relativ geringen Zuverlässigkeit kommen sie für die meisten Paare nur vorübergehend in Frage. Sobald sich die Gebärmutter nach ca. 6 bis 8 Wochen zurückgebildet hat, kann eine Kupferspirale eingesetzt werden. Der hohen Sicherheit stehen dabei die Nachteile einer stärkeren und oft auch schmerzhaften Blutung gegenüber.

Bei hormonellen Verhütungsmethoden muss differenziert werden: Präparate, die sowohl östrogen und Gestagen enthalten, wie die Kombinationspille, der Hormonring und das Hormonpflaster, sollten nicht angewandt werden. Die enthaltenen östrogene und Gelbkörperhormone können Menge und Zusammensetzung der Muttermilch verändern. Dagegen sind - nach Rücksprache mit der Frauenärztin/ dem Frauenarzt -Verhütungsmethoden empfehlenswert, die ausschließlich in niedriger Dosierung ein Gestagen enthalten.

Dazu gehören Hormonspirale, 3-Monats-Spritze, Minipille und Hormonimplantat. Nur ganz geringe Mengen des Gelbkörperhormons gehen in die Muttermilch über, Menge und Zusammensetzung werden nicht beeinflusst. Bei gestagenhaltigen Verhütungsmitteln wurde keine gesundheitliche Beeinträchtigung des Säuglings beobachtet.

Aufpassen mit der Minipille: Sie wirkt nur dann zuverlässig, wenn sie alle 24 Stunden immer zum gleichen Zeitpunkt genommen wird. Daran können sich manche Frauen nach der langen Verhütungspause durch die Schwangerschaft nur schwer wieder gewöhnen.